
Die Entstehungsgeschichte von „Dance with me“
Eines Tages, an einem dunklen, kalten Wochenend-Nachmittag in Österreich, saß Ich in meinem kleinen, vollgestopften Studio. Kabel schlängelten sich über den Boden, und auf den Boxen vibrierte noch der letzte Basslauf, den ich erst am Morgen gebaut hatte. Nach unserem durchaus erfolgreichen Album „Besos de Verano“ das hauptsächlich auf Latin basiert, wollte ich ein klassisches Dance Album das den Geist des House- und Dance feiert, dabei aber so lebendig klingt, als stünde eine ganze Band gemeinsam auf der Bühne.
Doch wie immer, so ein Projekt konnte ich nicht allein stemmen. Also wieder lange Nächte „Zoom“ mit allen Freunden, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Wir hatten schon sehr gut beim letzten Album zusammengearbeitet.
Da war Niko, der Bassist mit einem hypnotischen Groove; Leila, die mit ihren warmen Keyboard-Akkorden jede Produktion veredelte; Samir, der Meister der Percussions; Marek, der für verträumte Riffs sorgte; Dario, dessen Synthesizer dem Sound teils eine jazzige Note verlieh; Tobi, der Drummer mit unerschütterlichem Taktgefühl; Jana, deren Stimme zwischen Souligkeit und Elektronik balancierte; Maria unsere „Spanierin“ mit ihrer unvergleichlichen Stimme und schließlich Felix und Herbert, die beiden Soundtüftler die mit raffinierten Effekten und Samples verzieren. Wir alle sind in alle Winde verstreut. Von Österreich über Deutschland, Schweiz, Tschechien, Italien, Ungarn und Polen.
Wir nannten das Album: „Dance with me“ – denn genau dazu sollten die Songs einladen: gemeinsam tanzen, feiern, den Alltag vergessen.
In langen Sessions experimentierte jeder für sich mit Klängen und Rhythmen. Manchmal begann alles mit einem simplen Beat von Tobi, manchmal improvisierte Dario eine Melodie, zu der Leila sofort Akkorde fand. Herbert schrieb die Texte, die teilweise spontan im Raum entstanden, während Felix die Aufnahmen wieder verfremdete und daraus etwas völlig Neues zauberte. Niko und Marek hielten den Groove am Laufen, während Herbert und Felix später alles zusammenfügten, Schichten ergänzten oder wegnahmen, bis der Sound organisch und lebendig klang.
Es gab viele Momente, sie waren von Zweifel geprägt, wenn ein Song nicht so klingen wollte wie wir ihn uns vorstellten. Doch jedes Mal fanden wir irgendwie einen Ausweg. Wir sind alle keine Profis und daher kann es manchmal zu kleinen „Unsauberkeiten“ kommen, aber wir liefern professionelle Songs in sehr guter Qualität.
Nach Monaten intensiver Arbeit war das Album fertig. Als ich es am Computer vor mir hatte, haben wir gemeinsam eine Zeit besprochen, damit wir es, jeder für sich zuhause, aber doch gemeinsam, anhören. „Dance with me“ war mehr als eine Sammlung von Tracks. Es war für uns ein Stück unserer gemeinsamen Reise, durchzogen von Freundschaft, Kreativität und dem unbändigen Willen, Musik zu erschaffen, die Menschen bewegt.
CD-Rezension: Ayvenor – Dance with me
Mit seinem aktuellen Album „Dance with me“ liefert Ayvenor eine kraftvolle Hommage an die pulsierende Welt der House- und Dance-Musik. Schon der Titel verspricht Bewegung – und genau das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Tracks: treibende Beats, warme Basslines und eingängige Synth-Melodien, die den Hörer direkt auf den Dancefloor katapultieren.
Was Ayvenor dabei besonders gut gelingt, ist die Balance zwischen klassischem House-Feeling und modernen elektronischen Sounds. Die Produktionen wirken klar und ausgereift, die Arrangements lassen Raum für Spannung und Überraschungen. Immer wieder streut der Künstler kleine Breaks, Vocal-Samples oder verspielte Percussion-Elemente ein, die für Abwechslung sorgen, ohne den Fluss zu brechen.
Herausragend sind vor allem die Tracks, in denen Ayvenor Mut zur Melodie beweist: Hier verbinden sich tanzbare Rhythmen mit emotionalen Harmonien und schaffen diesen speziellen Moment, in dem man beim Tanzen gleichzeitig in Gedanken versinkt. Die Titel sind clubtauglich, aber auch bestens geeignet fürs entspannte Hören zuhause oder beim Sport.
„Dance with me“ ist ein rundes, durchweg positives Album, das Lust auf Sommer, Bewegung und das Leben macht. Für Fans von House und Dance ist es eine klare Empfehlung – und auch Hörer, die einfach gute elektronische Musik mit Drive suchen, werden hier fündig.
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